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Mineralsalze nach Dr. Schüßler / Biochemie nach Schüßler

Meersalze des Organismus

Die Biochemie nach Dr. Schüßler gehört zu den Naturheilverfahren, weil ihre Mittel aus homöopathisch potenzierten Mineralsalzen bestehen, die von Natur aus zu den Bestandteilen der menschliches Zelle, seinem Gewebe und seinen Organen gehören.

Biochemie bedeutet im Wortsinn:
die Lehre von der Gesamtheit der chemischen Vorgänge im lebendigen Organismus. Sie erforscht die funktionellen Zusammenhänge des Zellgeschehens, d.h. des Zellstoffwechsels und seine chemischen Regulation.

Warum ist es keine Homöopathie!
Dr. Schüßler stellte eine Antithese zur Homöopathie auf. Weil die Homöopathie nach dem Prinzip der Ähnlichkeit heilt. Erkundet und erfahren am Gesunden. Nicht so die Biochemie. Sie ist begründet und erkundet am Kranken. In der Besserung der Symptome durch die Gabe der entsprechenden Mineralsalze fand Dr. Schüßler die Funktionsweise seiner einzelnen Salze heraus.

Dennoch arbeitet die Mineralsalztherapie auch homöopathisch, weil es sich um potenzierte Mittel im Sinne der Homöopathie handelt und sie auch als Reiztherapie arbeitet. Potenzierte Mineralsalze werden dem Körper zugeführt und geben damit ein Signal an den Körper, diese Mineralsalze wieder vermehrt zu verstoffwechseln und entstandene Defizite auszugleichen, bzw. die Depots der Mineralsalze wieder aufzufüllen.

Die Biochemie nach Schüßler ist eine eigenständige Heilweise, die aber auch hervorragend ergänzend eingesetzt werden kann.

Schüßlers Werdegang:
Er wurde 1821 geb. Obwohl er zuerst kein Arzt war, war er ein Verehrer von Samuel Hahnemann und der Homöopathie und fing als homöopathische Laienbehandler an zu. Erst später studierte er Medizin und ließ sich 1857/58 als hom. Arzt in Oldenburg nieder.
Er glaubte, dass es im Körper selber ein System geben müsse, was dem kranken Körper helfe, zu gesunden. Er begann mit den körpereigenen Salzen/der Biochemie zu arbeiten und zu forschen. Es war ihm außerdem wichtig, dass jeder Mensch eine übersichtliche "Hausapotheke" habe, die es ihm ermögliche, sich selber zuverlässig und kostengünstig zu behandeln.

Natürlich können wir durch unsere differenzierten Möglichkeiten der Krankheitserkenntnis heute, nicht mehr alle Krankheiten mit Schüßler-Salzen heilen. Aber es stellt sich immer wieder heraus, das ein Ungleichgewicht im Mineralstoff- und Vitaminhaushalt zu einem schlechten Hautbild, schlechter oder verzögerter Heilung oder auch eigenständigen Krankheiten führen kann. Die Mineralsalze nach Schüßler heilen oder unterstützen. Die Erkenntnis, dass der Körper Vitamine und Mineralssalze braucht um gesund zu bleiben ist weiterhin wichtig in der modernen Medizin. Nicht umsonst boomt der Markt der Nahrungsergänzungsmittel.

Grundsätze der Biochemie nach Schüßler (19.Jh.):
1. Alle gesundheitlichen Störungen entstehen durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen.
2. Durch Zuführung der fehlenden Stoffe tritt eine Regenerierung ein.
3. Die Zuführung sollte nur in allergeringsten Mengen erfolgen(damit das biochemische Gleichgewicht nicht in die Gegenseite kippt)(hom.)
4. Die Zuführung der fehlenden Stoffe muss in solcher Verdünnung erfolgen (potenziert), dass der Übertritt unmittelbar ins Blut und an der Haut/Schleimhaut erfolgen kann

Täglich verbrauchen wir große Mengen an Mineralsalzen, Magnesium, Kalium, Calcium etc..
Wir gehen immer von der Homöostase, das heißt biochemischen Gleichgewicht der Zelle des Körpers aus. Wir wissen, irgendwie müssen wir über die Nahrung möglichst ausgewogen essen.

Wir brauchen MS, damit die einzelne Zelle des Körpers ihre tägliche Arbeit verrichten kann. D.h. für den Abbau von Abfallprodukten(Erregerschrott), zur Zellerneuerung, Bluterneuerung, Antikörperbildung, etc..

Wie entsteht KH?
Am Anfang steht der Mineralsalzmangel:
1. kurzfristiger Mineralsalzmangel: hier findet noch ein Ausgleich aus dem Blut statt.
2. längerfristiger Mangel wird aus bestehenden Depots ausgeglichen. Es entsteht der Bedarf, die Depots wieder aufzufüllen.
3. chronisch Mineralsalzmangel wirkt degenerativ, es entstehen manifeste Krankheitsbilder wie Karies, Osteoporose

Die Mittel werden daher immer über längere Zeit eingesetzt, denn meist wurde auch ein langer Weg um zur Krankheit zu kommen, zurückgelegt.

Kontinuität und Geduld gehört mit dazu.